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1.Olaf 2.Liebe zum Tode 3.Himmelreich der Vergessenen 4.In silberner Zeit 5.Der schöne Schein 6.Lippenbekenntnis 7.Dein Lied 8.Es 9.Meer 10.Blütengräber Ninai
O laf Olaf, Ich möchte Deinen Namen rufen, doch ich weiß, ich könnte nicht laut genug schreien, als dass Du ihn hören könntest. Du bist gegangen mit dem Sommer, doch ich weiß, dass DU nie mehr wiederkommst. Und doch werd ich Dich suchen, dort, im Rauschen des Waldes, der Dir Dein Zuhause war und ich werd ihm sagen, was ich Dir nicht mehr sagen kann; Ich werd Dich nie vergessen. In meinem Herzen wird immer ein Stück Erinnerung an Dich weiterleben, an Dich in deinem "Hexenhäusschen“ in deinem "Zauberwald“ inmitten deiner liebsten Freunde, deiner Hunde. In ewiger Erinnerung an Olaf Ramlow L iebe zum Tode (in Gedenken an Karoline von Günderrode) Sie träumt von Dolchen und Feuerspuren, dort, wo ihr der Schmerz am heißesten ist. Blut fließt über ihren weißen Leib, wie das Wasser roter Rosen, und so warm wie erlöschende Glut, formt sich zu den Buchstaben, die ihr Herz schreibt. Den Namen ihres Ge-liebten Und innigstem Leben. Sie möchte ihn tragen, wie eingebrannt auf ihrer Haut. Ihren letzten Gedanken schenkt sie ihm. Den letzten Herzschlag schenkt sie der Liebe. Ihre Liebe dem ewigen Leben. Sich selbst dem Tod. H immelreich der Vergessenen Ich träume Schmerz, erloschne Sonnen und verblühte Rosen, in Tagen, die mich vergessen lassen möchten, in Tagen wie Lieder ohne Melodien. Ich träume von Sternen wie zerbrochnes Glas im Himmelreich der Vergessenen. Splitter in Träumen, die jene bluten lassen, die nach Sternschnuppen greifen. Mein Herz blutet Erinnerungen I n silberner Zeit Von silbernen Geduldsfäden umschlungen, bin ich zum Warten auf den goldenen Tag der Erlösung verdammt, im Zwielicht des Gartens ungebrochner, ungenährter Hoffnungen. Die Sehnsucht singt leis ihr drängendes Lied Und Blumen welken im verblutenden Herzen der Natur, betäubt vom süßlichen Duft ihrer eigenen Verwesung. Kleider wollen fallen, ein weißer, bloßer Leib sich dem Himmel hingeben, dem Vergessen in seinen perlenden Tränen, die in sanfter Flut Erinnerung fortspülen und die Seele taufen für ein neues Paradies traumreicher Zeit. D er schöne Schein Ein silbernes Netz hat sich über mich gesenkt, schwere Traumesperlen; schöner Schein. Geschwommen bin ich, im Fluss des Seins, doch das Leben ist versiegt. Was bleibt sind funkelnde Perlen, die ich mir ins Haar stecke, während meine schöne Schwester lächelt. Aus schwarzen Augen, weißen Lippen, umnachtet vom Haar- wandelnd auf den Pfaden der Poesie, auf den Bergen der Welt. Die Menschen sind so klein... Wohlgepflegte Hände ziehen mich in ihre Reihen. Meine Augen so trocken, wie der mir erstarrte Mund. Wo bist du? Haucht er leise in sich senkende Nebel Und meint damit den tiefen Blick, der mir ins Herz sank. Augen aus Feuer und Wasser, die mich an allen Orten fanden. Bin ich denn gestorben?... gestorben mit ihrem letzten Blick? L ippenbekenntnis Ein blutrotes Meer in einer gläsernen Welt. Der Kelch meines Herzens. Trink ihn. Ein Tropfen perlt schon über deine Lippen Ein Mund, der sich verschließt, sich kräuselnd, dein Lächeln, erhaben über den Durst der Welt? Volle Lippen senken sich über den Rand meines gläsernen Reiches, feuchte zarte Worte gegen kristallene Wände hauchend. Die Lippen selbst wie aufquellende Blumen, denen ich mein Herzblut in den Rachen schütte, während mein Lachen das Glas zersprengt. Bastel Dir doch eine Krone aus den Scherben meiner Liebe! Ich tanze durch den Regen fallender Efeublätter und behalt den goldenen Apfel für mich. D ein Lied In dieser Nacht such ich Deinem Lied zu lauschen Ver-such, ertrag und wag Und ich spür dich noch immer, Seh dich noch immer, Verewigt mit den Farben der Seele, In mein Herz gepinselt. Es wispert und wispert Von Schattengründen und Himmeln, In die deine Nähe mich einst trug. Ich hab fortan gespielt, ver-spielt Und mir mein Herz für Träume aufgehoben, Heimlich den Nebel geküsst, Den dein Atem hinterließ Und dich gesucht, mich versucht, Verführt, verlaufen und verloren.. Jetzt bist du wieder da, Sagst ein paar Worte wie beiläufig Das klingt. Als hätt es kein Gestern gegeben Und kein Morgen ohne Dich. Ich schweig noch Wann, wenn ich Dir wohl was als Antwort geben werd? E s Vielleicht sind es die traumgewobenen Netze, die es in den Himmel wirft, fingerlos, zum Wolkenflug, denen immer etwas Suchendes ins Netz geht. Finger an Händen, die weiche Decke werfen. Über diesen Sehnsuchtsleib, der schweigend Trost verspricht. Weiche, dunkle Decken aus Zärtlichkeit gewebt, jener der Nacht, die aus so dichtem Schwarz ist. Heimlich atmet es Löcher in die Decken, schon ehe sie es ganz umfangen haben. Vielleicht mag es die Finger nicht, die immer so gern gen Boden streben und den Raum vergessen Dieses es in meiner Seele. M eer Meer, Dein Rauschen klingt mir in den Ohren. Ich schmeck dein Salz auf ungeküssten Lippen. Dein dunkler Abgrund ruft nach mir Das Heim stiller Träume, die mir vorauseilten, Fort getragen vom Zeitenfluss, Gesunken in dein geheimnisvolles Grab. Mein Atem Hoffnung perlt der Oberfläche entgegen. Dem letzten Licht meiner Augen. Soll eine andre sie leben, dich lieben B lütengräber Blüte des Frühlings, halb geöffnet fällst du in meinem Schoß. Im Sommer blühst du schon in meinem Herzen, reif und unberührt. Im Herbst schläft meine Seele unter deinen braunen Blättern. Im Winter bleibt nichts als Warten Warten! Doch keine Uhr dieser Welt sagt dir die Zeit an, denn du bist keine irdische Blume, nicht gewachsen aus unserer Erde, sondern im Herzen des Himmels. Blüte, du bist die Liebe. Du trägst mein Herz. Die Gesichter der Götter. In Licht und Schatten, Farbe, Duft und Dornen. Sag, was wart ich und wie lang? Was ist dein Maß und was die Hoffnung? Du schlägst keine Wurzeln in mein Lebensland und ich grab Löcher wie Gräber
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