D ie Erweckung des Poeten Vom Hauch der Sehnsucht früh geküsst Verschrieb ich ihr mein Leben Süßes Schwanken in der Dämmerung Flammenspiel und Mohngeruch Ich tanzte bis zum Morgengraun Ich sang und schrie im Rosentraum Erklomm den Regenbogen im Feuersturm Schwamm bis hin zum roten Strom Es kam die Nacht im tiefen Blau Ein Sternenschweif trug meine Seele Es war die Zeit in der ich begann Durch silberne Tore zu gehn Ophelia V on Traumeshallen stammt der Wandrer einsames Geschick in Worten suchend nach der Blütenpracht, die lang ersehnt sich doch entzieht und weithin in der Ferne flammt wie längst vergessene Seelenfeuer. Und nie erreicht ihr stummer Schritt in Mönchesroben kühl verhüllt den Horizont, der weiter flieht und mit sich zieht das dunkle Herz, das brennt von sehnsuchtsvoller Macht. Elias G estern, als der Mond vom Vergessen trank Pflückte ich eine Traube von deinem Mund Ich habe sie lange betrachtet bevor ich sie zerbrach Dünne Fäden des Schicksals durchzogen ihr Fleisch Ich habe sie zerschnitten Leise pochte der Kern in der welkenden Hülle Ich habe ihn herausgerissen Langsam erstarb er in meiner Hand Ich habe ihn davon geschmissen Blutend kroch das Fleisch aus der Öffnung Ich habe es geschluckt Verdorrt lag die Haut im Staub Ich habe gelacht Vergoren kroch das Fleisch durch meinen Körper Ich habe es erbrochen Graublutend lag das Leben vor meinen Füßen Ich habe geweint Bevor es starb Ophelia
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