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Cabanova
... U nd DU UND ICH Zeitlos verschmelzende Pole, eingehüllt vom ewigen Ozean des Jetzt. Ziellos treibend auf der achtsamen Straße der Lebenskunst. Öffne deine inneren Augen. Mach deine Hand ganz locker. Lass dich von Liebe durchfluten, aber versuche nicht sie zu erfassen. Sobald du danach trachtest, sie einzufangen, entweicht sie dir, zerrinnt dir zwischen deinen Fingern. Entspanne dich. Finde dein ursprüngliches Gesicht. Lasse alles andere fallen, ins Ungeborene, zum absoluten Ursprung des Seins. Schwebe, schwere- und ballastlos hinauf, zum höchsten Gipfel göttlicher Ekstase, die weit mehr ist, als nur ein geteiltes orgiastisches Winseln aus der Summe zweier Körper. Obwohl wir Worte gebrauchen, um die Liebe zu beschreiben, ist doch die Liebe selbst unsagbar. Und ich lausche dem Klopfen Deines Von mir immer geliebten, gütigen, kämpferischen, weisen Herzens, das nun schon so lange nicht mehr in Deinem vergangenen Körper schlägt. Doch in dem meinen wird es beständig weiterschlagen, im zeitlos gleich bleibenden Takt unfassbar unermesslicher Liebe. Bis auch mein Ich, aus dieser Erdenzeit vergeht, wie ein Hauch im Abendwind. S INNSUCHT (STEIN SUCHT WEISEN) Wir sind Wüsten, wir sind Erde. Versteinerte Nomaden eines grauen Morgens. Wut und Tränen. Wir sind Hass. Wir sind Blitze, wir sind Feuer. Goldene Träume von einem Gestern. Tod und Teufel. Wir sind Verstand. Wir sind Meere, wir sind Nebel. Gestrandete Wellen im Korpuskelblau des Vergessens. Licht und Liebe. Wir sind paradox. Wir sind Stürme, wir sind Kinder. Krabbelndes Entoden im Wasserglas des Lebens. In bitterer Neige. Fluchend nach Sinn. V orsicht bissige Moral-Apostel! Missionare gehen in Stellung. Haben die Ethik mit Löffeln gefressen und die Weisheit gepachtet. Weinsaufende Wasserprediger umhüllt vom heiligen Schein. Scheinheilige, auf die du getrost dein Wasser lassen kannst. Folge niemals blindlings totzensiertem Bücherwissen oder kritikresistenten Menschen, die Unfehlbarkeit für sich beanspruchen. Hinterfrage! Erkunde und erforsche alles auch und vor allem dich selbst. Ergründe DEINE innersten Bedürfnisse und Beweggründe. Dogmatismus macht nur für unmündige Kleinmeister Sinn. Es gibt keinen gemeingültigen Königsweg, der uns alle gleichsam im Gänsemarsch zum Heil, zur Ganzheit führt. Jeder Mensch ist angesichtsseiner ureigenen Veranlagung und Entwicklungsstufe etwas Besonderes, respektive, ein Einzelfall“. Was für den einen gut, nützlich und erfüllend ist, führt einen anderen womöglich nur in die Irre, Sklaverei und Selbstverleugnung. Schreite offenen Sinnes durch das Dasein. Halte Ausschau nach DEINEM dir gemäßen Königsweg. Vergleiche, horche, forsche. Erlaube dir selbstbestimmt all das, was DU geil findest, DICH weiterbringt, befriedigt und keinem schadet. Wenn dabei zusätzlich etwas zum Wohl und Nutzen der Allgemeinheit herausspringt, umso besser. Mein Dank sei dir gewiss. Sollen sich doch die heiligen“ Krieger alleine, gegenseitig IHRE Moral einbläuen und die Hölle heißmachen. Scheiß drauf! Wenn auch die Hunde kläffen, die Karawane zieht ihren Weg!“ I m Rosengärtchen Aus der Lethargie des Winters unversehens in einen neuen Frühling geraten. In mir bricht das Erwachen über Nacht aus. Lege spielend lange Strecken der Erneuerung zurück. Kurzes Innehalten vor Festverwurzeltem. Fleißiges Erblühen meiner Königin der Nacht. Spüre Impulse sie zu pflücken, auf Händen zu tragen, und in Besitz zu nehmen. Die Gewissheit leugnend, dass sie darin nur allzu rasch gar rettungslos verblühen wird. Getrennt vom nährenden Boden ihres geliebten Gärtchens, wo alte Wurzeln dann neue Blüten treiben. Nur schnell hinfort, reiß lieber selbst mich los von hier und Dir, mein sittsam knospend exquisiter Schatz. Zu deinem Schutz und meinem Leid. Soll nur Dein lockend süßer Duft mich noch ein kleines Stück des Wegs begleiten, bis er verpufft, und bloß Erinnerung mir bleibt, an Deinen Rosengarten. Den einst lustwandelnd ich betrat in meinem letzten Frühling. D as Schreien der Lämmer Kontakt, Anzeige; Dutzendgesicht im Elfental. Count-down einer Violation. Auf 10spitzen hat er sich herangemacht. Die 9schwänzige Katze schwingend, wie im Spiel. Fausthieb. Triebgesteuert. Ohnm8 in deinen Augen. Zer7de Welt. Rotverschmiert zerstäubender Albtraum. Erwachend an 6pass verschnörkelter Wand. Der 5zack untern Tisch gerollt. Machtlos gegen 4schrötige Psychopathen. Penetration. Nackte Todesangst als 3ngabe. Ergötzen an deiner Ver2flung. Wähnt sich sicher, auch diesmal wieder ungestraft entwischen zu können. Im Schatten deiner Isolierten 1samkeit. Am Nullpunkt. Fußtritt. Auf ein Nimmerwiedersehen. E iszeit Vom Meer her bewegt sich Abbild und Gleichnis hin zu mir, ins dämmrige Dunkel der Stadt. Geheimnisse, die das Offensichtliche zusammenhalten. Schwanengesang des Tölpels. Nimmersatt, nimmerfroh erstarrt in gieriger Hoffnung. Peitschender Regen fällt. Unbefriedet wild wuchernde Schöpfung im Krieg mit sich selbst. Tropfen im Wind. Kreischende Wehen im Kreißsaal des Kosmos. Ständig mit Trennung gequält und wieder mit neuer Vereinigung. Es ist Winter. Eine Eisblume träumt sich zurück ins Meer. B eschattet Ich sitze einsam am Fenster und schaue hinaus auf die in kaltes Neon gehüllte Stadt. Nur mein Schatten leistet mir Gesellschaft, folgt mir treu in jeder Regung, atmet mit mir ein und aus. Das Licht, dass ihn an mich gebunden hat, ist ein trügerisches, von Menschen entfachtes. Was soll schon sein, wenn es erlischt. Ich stehe einsam vorm Fenster und schaue herab auf den harten Asphalt der in kaltes Schweigen gehüllten Stadt. Nur ein eisiger Windstoß leistet mir Gesellschaft, stemmt sich mir entgegen, weiß doch nicht mehr ein noch aus. Die Kraft, die ihn für mich entfesselt hat, ist eine wohlmeinende, keinesfalls von Menschen erschaffene. Sie schleudert mich zurück ins Hier und lässt mich frierend erzitternd mit einem Ruck das Fenster schließen. Ich sitze erschöpft am Fenster und schaue hinaus auf die in warmen Morgenglanz gehüllte Stadt. Mein Schatten leistet mir Gesellschaft, folgt mir treu in jeder Regung, atmet mit mir ein und aus. Das Licht, dass ihn an mich gebunden hat, ist ein strahlendes, aus Hoffnung gemachtes. Die Sonne, die es gebar, verleiht mir neue Kraft und lässt mich Teil ihres lebendigen Wunders sein. Beschämt blicke ich zu Boden; Blumen durchbrechen den harten Asphalt. D er Zeitzeuge Ich sitze unter`m Widder-Mond. Hoffnung schimmert hell in sonnenhaften Augen. Gedanken kommen und gehen, Menschen kommen und gehen, Gefühle kommen und gehen. Was bleibt mir denn? All-Es nur ein flackerndes kommen und vergehen. Das Ende eine schon im Anfang fest beschlossene Sache. Ich sitze unterm Fische- Mond, Abschiedsträume schimmern matt in ausgebrannten Augen. Ich steh auf und geh. S innentleerung Blut tropft auf unbeschriebenes Blatt Gerinnt zu Zeichen Worten, Sätzen, dunklen Welten Kompendien der Lebensangst in toter, nackter Haut stehen sie da fest gebunden mit dem Rücken zur Wand zwischen Zeilen verhallen Schreie in Staub begraben unter Tränen erstickt U mkehr- Schluss Beim Einatmen der Liebe werden wir wieder zusammengebracht und zu Ende geführt im trennungslosen Anfang. Durch zusammenziehend sich wohlig erwärmende Weltenräume umkehrend in rückwärts fließend, schwadronierender Zeit, die ihr gekrümmtes Rad bedenkenlos gradebiegt, Dolche aus dem Herzen zieht und Nadeln aus der Seele. All-Es eisern ungeschehen, ungeschmiedet gleichgültig macht, in ihrem eitel Nichtsein. Halt mich jetzt ganz fest, Geliebte, und küss mich noch ein allerletztes Mal. Lass mich einen Moment lang nur ganz tief in die verharren. Im tiefsten Bewusstsein unserer Liebe, außer der nichts zählt. Außer der nichts ist, war und auch niemals wirklich sein kann. Nutze den Augenblick, denn auch dieser letzte noch verbliebene wird vielleicht gleich niemals mehr für uns geschehen sein, im verlöschen aller Symbole eines einzigen Atemzugs der Liebe. Glaubst du daran, dass sie uns jemals wiederbeatmen wird aus einer ihrer unberechenbaren Launen heraus, jenseits von Zeit und Raum? Wird sie sich des All-Ein-Seins müde seiend erneut in alle Winde hin verströmen, um sich wollend dann, in dir und mir verkörpert, selbstvergessen zu begegnen geteilt um der Möglichkeit der Vereinigung willen; Glaubst du an die Liebe? T rennung auf Zeit Morgentau, Tränen des Abschieds meiner geliebten Nacht Aufgang vergessene Farben absorbierende Schwärze Ohnmacht Frühreif glitzerndes Versprechen deiner baldigen Rückkehr leg mich zur Ruh bin tief in dir in deinem Schoß im Schattenmeer E ngelszungen Ich saß zu Füßen des schwarzen Engels, die gläsernen Fragmente meines zersprungenen Ichs nur mühsam im Beobachter zusammenhaltend, und dennoch gleichwohl gebannt von den wohl tönenden Worten seiner verführerisch schmeichelnd lockenden Stimme. Echos eines Urquells der Offenbahrung, sprudelnde Symbole einer längstvergessenen Wirklichkeit. "Es liegt an dir, ob du den Weg des Kriegers oder den des König beschreitest. Dann teile die Wirklichkeit in zwei Hälften. Erwähle mich, wenn du magst, doch bedenke, ich bin nur ein Bild. Es spielt dabei keine Rolle ob Traumbild oder Wirklichkeit, denn wie willst du es unterscheiden? Auch wenn ich wirklich bin, bin ich nur ein Bild in deinem Inneren. Du siehst mich nur innerhalb eines Geistes. Deine Augen nehmen die Strahlen des Lichts wahr. Und dein Geist interpretiert es. Du kannst mich niemals so sehen, wie ich wirklich bin, denn du bist immer in deinem Geist eingesperrt. Schatten können nur Schatten erkennen. Werde wirklich!"
1...und DU UND ICH 2. SINNSUCHT (Stein sucht Weisen) 3. Vorsicht bissige Moral-Apostel! 4.Im Rosengärtchen 5.Das Schreien der Lämmer 6.Eiszeit 7.Beschattet 8.Der Zeitzeuge 9. Sinnentleerung 10.Umkehr-Schluss 11. Trennung auf Zeit 12. Engelszungen Amön Joe
...mehr Gedichte von Amön Joe? Dann klicke: http://amoen-joe.piczo.com/?cr=4
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