1.Kleine Flammen 2.W..o..r..t..e 3.Königreich der Elemente (ein devotes Märchen) 4.Im Herzen des Regenbogens 5.Der Horizont der Liebenden 6.Lebenssüße Dunkelheit 7.Krötenliebe (Satire) Ninai
K leine Flammen Es war in der letzten tropisch heißen Nacht, als gerade die ersten Tropfen anfingen zu fallen Von Himmel und Stirn. Wir tauschten Worte. Kleine Flammen tanzten auf unserer Haut und sprangen von Wort zu Wort. Eingetippt in die Tastatur, mit einem Klick gesendet in den Himmel und dein Herz. Wir kleideten unsere Sehnsucht in Wort- Gewänder, um sie einander zu rauben. Wort für Wort. Ein Traum vom entblößten zueinander Erwachen. Der Nachgeschmack liegt mir noch auf den Lippen, lautlos Worte formend- suchend, die nach dir klingen und nach Wärme geschwängerter Stille. Würd doch lieber Schweigen und Schweigen schenken, dir die Sehnsucht von den Lippen küssen im Lauschen nach fast vergessenen Melodien, die aus Urtiefen klingen. Dir meine Hand ins Herz schmiegen, dort wo der Ton am dunkelsten ist... Flüstre: Schlaf gut, mein Traumgefährte ein Traum kennt keinen Schmerz, auch wenn ich ihn manchmal gern ins Leben küssen würde. So malen wir weiter, malen einander Selbstportraits in die Herzen, mit den Feuerstiften unserer Sehnsucht und lächeln heimlich in die Nacht wissend, dass der Künstler wirklich existiert. Irgendwo dort draußen. W ..o..r..t..e Worte streifen ihre Augen, Buchstaben, die von fernem Leben jenseits von Bildschirmen flüstern und einem süßen Tag, an dem ihr Traumgefährte in lichte Augen blickte. W..o..r..t..e in seinem Tagebuch. Sie flüstern von einem Krieger, der heimkehren möchte... in die Geborgenheit ihrer Augen. Flüstern sich in ihr Herz. Eine Ahnung überkommt sie und umwölktes Erinnern streift ihre Stirn. Wie ein eisiger Lufthauch, den sie nicht spürt, weil der zuständige Nerv ertaubt ist. Vergessen. War sie nicht der Schöpfer dieser Worte gewesen und hatte ihnen eine Geschichte gegeben..? Eine Geschichte, die nun verstaubt auf den trockenen Seiten geschlossener Herzkammern. Ergraute Sätze, die erbleichte Bilder ins abgetrennte Hirn malen, wenn sie ins Nichts schaut Pssst! Vergessen! K önigreich der Elemente Ein Saal aus Eiskristallen: ungeschliffene Felsen, wie dahingeworfen von Geisterhand bilden seine Wände... ragen in weißer, bläulich funkelnder Pracht hinauf und uns entgegen. Nur der Boden ist glatt wie eine Spiegelfläche... aus dem sich, zwischen unseren Schatten, die über ihn tanzen, eine ebensolche Wand erhebt. Hauchdünn und durchsichtig streckt sie sich der Decke entgegen, verschwindet dort oben zwischen den weißen Klüften. Atem steigt hinauf, bildet kleine Nebelwolken vor unseren Mündern. Doch ich spüre keine Kälte. So nah seid ihr mir, verborgen nur hinter dieser Wand. Bläuliche Adern durchziehen die Felsen aus Eis, wie erstarrte Flammen, die die Luft vergessen hat mit Sauerstoff zu nähren. Ich spüre sie in meiner Mitte, sie spiegeln sich in meinen Augen. Meine in den Farben des Ozeans, dem einst diese blauen Flammen entstiegen. Die euren in den Farben der Erde, die hinter diesem Reich liegt. Kleine dunkle Flammen tanzen in ihnen, als wollen sie von ihr erzählen und vom Feuer und der Hitze, die ihn ihr ruht. Zwei Elemente, die einander suchen, sich in diesem Augen-blick finden... verbinden, während die Hände an der Eisfläche zueinander gleiten Finger sich an Finger legt, während das Eis unter ihrer Wärme erbebt. Seid mein König... flüstern meine Augen den euren zu... in dieser Stunde will ich euch mein kleines Reich zu Füßen legen, auf dass es sich mit dem Euren vereinen kann. Ich möchte eure Hitze mit meinem Ozean fluten, in eurem Feuer zergehen und in den Himmel aufsteigen. So tanzen die Augen ineinander, so schmelzen die Wände dahin, kaum das man dessen gewahr wird... und Hände umschließen einander. Wände fallen nieder vor ihrem neuen König, verneigen sich, um ihm zu dienen... fluten euer Reich mit dem Wasser, in das ihr es verwandelt habt. Euer irdenes Reich nimmt es auf und mein Geschenk blüht auf in dem Schoß eures Landes. Die Blumen eures Samens blühen auf, indem sie von meinem Wasser trinken. Ein Lächeln umspielt unsere Lippen, keine Wände mehr, ein grenzenloses Land, geboren von zwei Elementen, die zueinander gefunden haben. Ein Bett aus Gras, auf dem wir uns niederlassen können... Sonnenstrahlen, tanzen über den grünen Teppich, der sich über unermesslich weite Hügel erstreckt Das leise Plätschern eines Baches und das Zwitschern der Vögel. Eine Melodie des Friedens, des Lebens und seines Zuhauses, das nun das unsere ist. I m Herzen des Regenbogens Sei das Leben eine Wolke, so tropfe es aus ihr in den Fluss meiner Träume. Um so freundlicher mir das Leben gesinnt, um so voller und üppiger die Tropfen, die sich aus ihr lösen, hinabfallen im funkelnden Strudel des Regens- und um so zärtlicher fallen sie in jenen Strom, der mit jedem aufgenommenen Tropfen mächtiger, tiefer und schöner wird... diesen Strom, der ins Meer der Träume fließt, das zum Baden einlädt und den Durst des Herzens stillt, das überfließen kann von der Kraft seiner Bilder, die mit dem Lebensgefühl verschmelzen. Eines nährt das andre. Verlässt mich das Leben, verlässt mich die Liebe, vertrocknet mir der Fluss. Ich greife in steinigen Grund, der mir Wunden in die Haut reißt, greife in trockenen Staub, der mir durch die Finger rinnt... in die Luft verpufft und mir den Atem nimmt. Staub, der sich um mich legt, wie ein zu enges, ungewolltes Kleid, das ich abstreifen will. Helf mir dabei und ich will meinen Kopf an deine Schulter legen, deine Arme spüren, die sich um mich legen und mir die Wärme schenken, die ich vermisse. Im Bauch fängt es an und es klingt in den Ohren, das Sprudeln des Wassers, das aus dem Himmel direkt ins Herz des Traumes fällt, in dem wir vereint sind. Es tropft von deinen Wimpern auf meine Lippen und umspült unsere Füße, das Wasser des Meeres, dessen Oberfläche den Regenbogen spiegelt, in den wir springen. Zerfließende, bebende Farben... und Schwerelosigkeit... Was schmeck ich? Das Salz des Meeres oder deiner Haut? Wo fang ich an und wo ende ich? Dort wo ich mit dir aufeinander treffe, fang ich an und ende ich... zerschmelze ich. Doch was bin ich und was bist du? Sind wir nicht das ganze Meer? D er Horizont der Liebenden Ich sehe goldene Dünen, in die der Wind sanfte Wellen schlägt und Wellen aus Sand, die dem Horizont zu eilen. Die Luft tanzt in kleinen, verschwommenen, nebelhaften Flammen über den Hügeln aus Gold und über ihrer Haut... Wie dahin gemeiselt steht sie dort, auf der höchsten Düne und roter, hauchdünner Stoff in den Farben der Hitze, umfängt ihren Körper. Einer Statur gleich, als hüte sie seit Jahrhunderten diesen Platz, wäre da nicht der rosige Schimmer ihrer Haut und die Brust, die sich beim Atmen hebt. Keine Wimper zuckt, keine Hand sich bewegt, und der Wind zerrt an ihrem Gewandt, als wolle er sie necken, sie aus ihrer Trance erwecken. Doch sie hüllt sich in Bewegungslosigkeit, in Schweigen und das Herz schlägt ihr im sanften Trommelschlag, schlägt dem Horizont entgegen. Den Blick fest auf ihn gerichtet... auf jene Linie, die keine Menschenhand jemals berühren kann, keine Menschenhand sich dazwischen schieben kann, jenen Ort, den kein Fuß jemals betreten kann. Nur die Augen können ihn erfassen, diesen Ort, an dem Himmel und Erde sich berühren und Zwiesprache halten. Nur das Herz kann ihn fühlen. Die Seele fließt ihr aus den Augen, zaubert unsichtbare Bände, die ihm entgegenstreben, Meile um Meile, Sandkorn um Sandkorn. Die Bänder sollen den Horizont umschlingen, auf dass sie ihn zu sich zu ziehen und in ihr Herz versenken kann. Gott und ein Mann allein wissen, was sie in ihm sieht. Was ihr Herz in ihm sucht. Und vielleicht noch alle Liebende der Welt, deren Körper und Seele miteinander verschmolzen, wie Himmel und Erde am Horizont. Eine Linie, die keine Menschenhand jemals berühren kann, keine Menschenhand sich dazwischen schieben kann. Ein Ort, den kein Fuß jemals betreten kann. Nur zwei Herzen, die sich ineinander versenken, um eins zu werden, können ihn erreichen, nur zwei Körper, die miteinander verschmelzen, um ein Fleisch zu werden, können ihn erreichen, jenen Ort, den man Liebe nennt. Ihr Herz flüstert ihr von ihm zu... von vergangnen Stunden, malt ihr Bilder in die Augen, von denen nur Gott und ein Mann allein wissen können. Sie träumt von Stunden in Pyramiden, in denen kleine Feuer die steinernen Wände hinauftanzten, von weichen Fellen und weicher Haut. Von Augen, die verschmolzen, wie Himmel und Erde. Von Armen, die bargen und einem Lächeln, das von Lippe zu Lippe tanzt, wie die Küsse, die sie einander schenkten. Der Traum verschwimmt ihr, sammelt sich zu Wasser in ihren Augen, löst sich von ihr und perlt ihr als salzige Träne die Wange hinab. Vor ihr wieder goldene Dünen, in die der Wind sanfte Wellen schlägt. Wellen aus Sand, die dem Horizont entgegeneilen. Etwas streift ihr die Schulter... ist es der Wind... oder...? . L ebenssüße Dunkelheit I. Reise ins Land Phantasién... Mit den Traumbotenkrähen; Eldyn und Saviya Die Traumboten Krähe Saviya breitet ihre Schwingen aus und erhebt sich in die Lüfte, in ihre geliebten Winde, die einmal kraftvoll an ihr zerren und das andre Mal zärtlich ihr Gefieder streicheln. Sie überlässt sich ihnen und lässt sich von ihnen über die grünen Wiesenmeere tragen, die weit unter ihr liegen. Die untergehende Sonne hüllt die Welt in warmes, goldnes Licht. Sie fliegt dahin und umarmt den Himmel mit ihren Flügeln und schenkt den vorbeiziehenden Wolken ein stilles Lächeln... den Wolken, auf denen sich in der fernen Welt die Engelwesen mit ihren zierlichen Körpern zur Ruhe betten. Hier weinen sie stille Tränen, die auf ihre Federn treffen. Sie fühlt sie kalt an ihren Leib durchdringen. Und bald sieht sie den Himmel die ersehnten Strahlen werfen... schillernd in Rot, Grün, Blau, Violet. Erschaudernd schüttelt die weiße Krähe die Tropfen aus ihrem Gefieder und holt zu kräftigen Flügelschlägen aus. Der Regenbogen- das Tor zur anderen Welt- in der ihre Herrin ihr Zuhause gefunden hat. Die sanften Strahlen der untergehenden Sonne brechen sich an ihrem glänzenden Leib, der einen letzten Schatten auf das smaragdgrüne Land unter ihr wirft, bevor sie in den leuchtenden Farben verschwindet. Sie schließt ihre runden Augen und fühlt das wonnevolle Beben, das sie erschüttert, als sie in sie gleitet und das Tor durchquert. All das Grau der Menschenwelt fällt von ihr ab und es ist als werden ihr unter Schmerzen die alten Bilder aus dem Kopf gerissen. Tausend Blitze fühlt sie sich durchfahren und sie steht in brennenden Flammen, die sie von innen durchdringen, als wollen sie sie sprengen und dann... gleitet sie in selige Dunkelheit... und schließlich aus ihr heraus ins warme Licht der Anderswelt. Die Augen hält sie noch immer geschlossen... die gebeutelten, betäubten Glieder lässt sie entspannt gleiten in ihrem Taumel und genießt das Aufflackern der Farben hinter ihren Liedern, die lieblichen Laute und das Klingen anderer Vogelstimmen in ihrer geliebten Anderswelt, ihrem Reich, ihrem Geburtsort, dem Land Phantasién... und sie öffnet ihre Augen... und sieht gerade noch den Ast in rasender Geschwindigkeit auf sie zukommen bevor sie in der Wucht ihres Fluges an ihn dotzt. Und als sie sich den schmerzenden Kopf schüttelnd zu seinem Fuße wiederfindet, verfliegt ihr auffallender Zorn wie einer ihrer Federn- die sie bei ihrem Sturz gelassen hat- im Wind- angesichts der Schönheit ihres heißgeliebten Heimatlandes, das ihr doch nun schon so vertraut sein müsste. Aber all die smaragdgrünen Wiesen... die hohen Gräser, die sich im sanften Wind wiegen, der das Land zärtlich durchfährt. Die Blätter des Mohns lodern glühend dem Himmel entgegen, ebenso brennend wie ihr Herz vor Sehnsucht und Sorge nach und um ihre Herrin, die viel zu lang in der Menschenwelt geweilt hat. Die Menschen! Die Krähe schüttelt ihr stolzes Haupt. Sie kann sie nicht verstehn! Die Menschen, die lieblos und blind ihren eigenen Heimatplaneten zerstören, den ihnen ihr Gott geschenkt hat... ihre Herrin trägt nun schwarz, eine Farbe- auch der Trauer. Die Krähe erhebt sich erneut zum Fluge... folgt den verschlungenen Pfaden hinein in die flüsternden, wundersamen Wälder, die das Reich ihrer Herrin umschirmen und bewachen... das kleine Schloss Phantasiéns mit den mächtigen, umwucherten Mauern, die sich dem lodernden Himmel entgegenstrecken. Endlich ist sie da! Es erhebt sich vor ihr, aus dem steinigen, im Moos gebetteten Boden in seiner anmutenden Schönheit und Macht seiner stolzen Mauern, die Geborgenheit und Schutz bieten. Ehrfurchtsvoll umkreist sie seine hohen Türme, die rosafarbene Wolken an ihren Enden umschlingen. Bis in den Himmel ragen sie hinauf als wollen sie am Tage die Wärme der Sonne spüren und des Nachts das Licht der Sterne berühren. Die grauen Steine geben Fenster nach Innen preis. Die Krähe lässt sich am gegenüberliegenden Turm zu dem ihrer Herrin nieder und findet mit suchendem Blick ihre Herrin dort am Fenster stehen. Wie gern würde sie ihr Gefieder sogleich in ihren warmen Schoß betten und sich an ihren weichen Körper schmiegen, doch etwas hält sie zurück... sie möchte sich erst in ihrem Anblick verlieren und heimlich die vertraute Nähe spüren. Sie lehnt an den Spitzbögen, die das Fenster bilden, den Blick zum fernen, lichtverzauberten Horizont gerichtet... zur Sonne, die in roten Tränen in der Nacht versinkt. Die Haare fallen weich um ihre Schultern und umrahmen ihr Gesicht. Ihre Farbe scheint die des Abendhimmels wiederzuspiegeln, die ihrer Augen die des Himmels bei Tage. Sehnsuchtsvoll scheinen sie in die ferne gerichtet, doch alles, nur nicht den Sonnenuntergang zu sehn... in sich versunken, die Hand an die kühle Scheibe gelegt, als suche sie dort die ihres Geliebten... das schwarze Kleid fällt in weichen Wellen an ihr hinab, umschlingt ihren Leib und zerfließt am Boden wie dunkles Wasser ihre Hüfte umschlingt ein silbernes Band, das bei jeder ihrer Bewegungen ein melodisches Klingen verbreitet. So viele Male hat sie ihre Herrin schon dort gesehn...! Einst mit von der Menschenwelt gebeugten Schultern und Augen, die nicht länger das leuchtende Blaugrün der Seen von Lyr widerspiegelte, sondern vielmehr einen trüben Tümpel der Erdenwelt. Dann wieder zornig mit Augen, die Flammen warfen, den Grund ihres Schmerzes verfluchend mit gestraften Schultern und geröteten Wangen. Das Kinn gereckt. Sie hatte ruhelos durch die Wiesen Phantasiéns gestreift. Die Winde haben an ihrem Gewandt gezerrt, als wollen sie es ihr vom Leib reißen und der Regen peitschte ihr ins Gesicht und rann an ihr hinab und sie ließ es geschehen, das Gesicht den Wolken zugewandt, die für sie weinten, als könnten ihre Tränen ihr Herz reinwaschen. Und schließlich ereilte ihre Augen wieder der Schleier der Sehnsucht, der sich über sie legte wie ein Spiegel, der die ihres Geliebten wiederzuspiegeln schien. Die sanfte Ruhe, die sie wie ein zweites Gewandt umgab. Ihre Aura, die die Stürme des Lebens zu ändern vermochten, um sie in allen Farben zu zeigen. Nun stand sie da und wartet auf ihn... in Sehnsucht und Furcht. Wird er zu ihr zurückkehren? Den verschlungenen Pfad zu ihr herauf geritten kommen auf seinem schwarzen Pferd...? Wird der Wind wie einst sein Haar und die Mähne seines Pferdes zum Lodern bringen in allen Farben der Nacht? Werden ihre Augen die Seinen finden in alter Wärme? Wird die geliebte Ohnmacht im Arm des Andern sie erneut ereilen? Bilder blitzen wie Sterne in ihren Augen auf und ihre Schultern beben unter den erwachenden Gefühlen. Ein Lächeln umspielt ihre Lippen. Sie fühlt seine Nähe. Wie kann das sein? Und sie tanzt und singt sich in alle Farben der Nacht, in die Lebenssüße Dunkelheit, die sie ihr gebracht. Ihre Melodien lassen ihren Körper erbeben, ihr Blut mit ihrem Himmel zu einem einzigen Traum verweben. ..Und sie sinkt an den Mauern hinab auf die weichen Felle, die den Steinboden bedecken, im flackernden Licht der Kerzen. Die Nacht hat den Tag bezwungen und nun bezwingt sie der Schlaf und schließt ihr die müden Augen. Wird er da sein, wenn sie erwacht? ...und schon versinkt sie im Schlaf und spürt nicht mehr wie sich weißes, weiches, warmes Gefieder an sie kuschelt... und das einer schwarzen Krähe. „Eldyn“ haucht eine klare Vogelstimme und ihre Besitzerin pickst ihm trotzig ins schwarze Gefieder „du kommst spät!“ von schwarzen Schwingen fühlt sie sich umfangen und sie lässt sich an ihn und seinen kühlen Schnabel sinken, der liebevoll „Saviya“ krächzt... unwiderstehlich für ihr Krähinnenherz. Und auch für ihre Herrin erwacht bald ein neuer Tag, Saviya lächelt, sie weiß es nur noch nicht... K rötenliebe Am Schwanenteiche im lichtgetränkten Reiche fielen Blütenträume in Gesichter und Bäume zeichneten Schattenlichter. Befreit von des Lebens steter Hast, spendete dieser Ort zwei Seelen süße Rast. Gras und Moos betteten sie weich Gedanken flogen vogelgleich. Wolken malten Himmelsbilder und die Luft ward mild und milder Geschwängert vom Blütenduft der Wind, der ihnen sanft durch die Kleider schwingt. Blätter flochten sich in ihr Haar und er reichte ihr einen Apfel da. In ihrer Hand lag er, rot und rund, So biß er herzhaft zu ihr Mund. Da sangen Kröten im Chore, und ihr Lied, das kitzelte sie im Ohre So wünschte sie sich mit einem Male gar inniglich und von tiefster Tierliebe gepackt, eine zu haben in ihren Plastiksack. Untiefen taten sich in den Tümpeln auf und Fröschen tummelten sich zuhauf. Ahnungsvoll verbargen sich die stolzen Sänger, und die Stunden warden lang und länger. Froschkönig und Froschkönigin jedoch, dort in ihrem heimatlichen Tümpelloch, erlagen ganz unbeirrt ihrem Triebe und machten im Wasserbettchen Liebe. Nur die grünen Köpfchen guckten rauß und sie schöpfte neuen Mut daraus. Platsch! da sind die Kröten weg und ihre Füße versunken tief im Dreck. Und es kommt noch schlimmer, denn ihr Knie, das schmerzt noch immer. Schadenfroh das letzte quaaaak erklang, als die Sonne dem Horizont entgegen sank. Weiße Schwäne gingen baden, wies mit ihrem Vorhaben geraten. ...Und die Moral von der Geschicht? *um die weiß ich einfach nicht*
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